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Die Wahl ist vorbei, die E-Voting Stimmen sorgen für Chaos und endlich
sind wir einige Listen und ihre Werbung von rechts-außen wieder los.
Doch was ist geblieben? Es ist der Nachgeschnmack eines schmutzigen
Wahlkampfes, in dem einige Grenzen überschritten wurden. Vor der
Universität Wien traf diese Härte vor allem die linken Fraktionen,
allen voran die GRAS. Zahlreiche neonazistische und faschistische
Beschmierungen auf Plakaten und unserem Stand vor der Uni Wien,
gefälschte Sticker (mit der vermiendlichen Forderung nach gegenderten Diplom- und Seminararbeiten) und Zecken-Aufkleber auf den Wahlplakaten, welche angelehnt sind an
rechtsextreme Diktion, die Linken als Zecken bezeichnet. Doch wir ließen
uns natürlich weder von der finanziellen Übermacht der
ÖVP-Aktionsgemeinschaft und des VSStÖ noch von rechten Störaktionen in
unserer Motivation und unserem Einsatz beeinflussen. Und das wurde auf
der Universität Wien auch belohnt: Die GRAS gewann sowohl an Stimmen
als auch an Prozenten dazu und ist mit etwa 32% bei weitem
stimmenstärkste Fraktion. Aber auch auf anderen Wiener Universitäten
wie der Veterinärmedizinischen Universität, der TU und der Musikuni
Wien konnte die GRAS deutliche Gewinne verbuchen. Wir möchten allen
Wählerinnen und Wählern für die Unterstützung danken und werden uns
weiter für eine kritische und lautstarke ÖH einsetzen. Die Projekte des
Wissenschaftsministers für flächendeckende Zugangsbeschränkungen,
höhere Studiengebühren und eine Schwächung der ÖH werden wir mit allen
Mitteln bekämpfen!
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Von Dienstag bis Donnerstag dieser Woche hast du die möglichkeit deine gesetzliche Vertretung in der ÖH zu wählen. Dabei kannst du 2 Stimmzettel abgeben: einer für die Universitätsvertretung und einen für die Studienrichtungsvertretung. Bei der UV-Wahl gibt es das Listenwahlrecht, hier kannst du die GRAS wählen. Auf Studienrichtungsvertetungsebene gibt es ein Personenwahlrecht, hier kandidiert die GRAS nur auf der Boku. Auf der Uni Wien empfiehlt die GRAS die Wahl der KandidatInnen der IG Germ, IG Kunstgeschichte, IG Philo und Bagru Powi.
Unsere Inhalte und unser Programm fuer die ÖH findest du hier.
Eine Auflistung aller Wahllokale findest du hier:
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Technik
und gesellschaftliche Entwicklung hängen zusammen; es ist ein grober
Fehler, technische Fächer als wertfrei zu betrachten. Trotzdem wird
das gerne ignoriert. Vergleichen lässt sich dies mit der Diskussion
rund um das E-Voting bei der ÖH Wahl: Geht es dabei ausschließlich
um das Problem der technischen Umsetzung und der Sicherheit oder
handelt es sich vielmehr um eine grundsätzliche demokratiepolitische
Frage?
Ähnlich
verhält es sich mit feministischer Kritik in den Naturwissenschaften
und Technik. Wird die Forderung danach erhoben, feministische
Theorien verpfichtend in allen Studienplänen zu verankern, fnden
sich nur wenige StudentInnen, die dies unterstützen – im
Gegenteil, die meisten sprechen sich dezidiert dagegen aus. Weiters
ist gerade von Studentinnen oft zu hören, dass sie „so etwas“
nicht bräuchten, da sie ohnehin schon ein technisches Studium
absolvierten und daher schon „genug emanzipiert“ seien und sie
sich außerdem auf der Uni gut genug durchsetzen könnten.
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Ist
Feminismus heute obsolet? Ist Feminismus heute peinlich? Viele Männer
und auch viele Frauen würden diese Frage mit „Ja“ beantworten.
Immerhin, Frauen dürfen seit fast 100 Jahren wählen und können
theoretisch Bundeskanzlerin beziehungsweise tatsächlich
Vorstandsvorsitzende von großen Unternehmen werden. Männer wiederum
werden sogar öffentlich aufgefordert, sich mehr im Haushalt zu
betätigen und einen Teil der Kinderbetreuung zu übernehmen. Auch
massiv diskriminierende Gesetze, die noch bis in die 70er Jahre
galten (beispielsweise das Recht von Männern, ihren Ehefrauen die
Erwerbsarbeit zu untersagen), wurden schließlich doch abgeschafft.
Wozu also die Aufregung dieser „alten Emanzen“ und „ständig
nörgelnden FeministInnen“? Es ist doch eh alles wunderbar!?
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Diesen Montag (18.Mai) startet E-Voting, die elektronische Stimmabgabe zur ÖH Wahl 2009. Die GRAS rät dir dringend davon ab, deine Stimme über das Internet abzugeben. Warum?
Wie viele ExpertInnen bestätigen, ist dieser Wahlmodus unsicher, manipulierbar, einsehbar und entspricht damit nicht den verfassungsmäßigen Kriterien einer freien und geheimen Wahl. Wenn du deine Stimme via Internet abgibst, kannst du dir weder sicher sein, dass sie ankommt noch dass sie korrekt gezählt wird. Auch kann theoretisch sogar festgestellt werden, wen du gewählt hast.
Wir empfehlen dir daher dringend, noch ein paar Tage zu warten und dann in der Wahlkabine mit Papier und Stift zu greifen.
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